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Wenn du einen Verlust oder eine Veränderung erlebst, dann fühlt sich das manchmal so an, als würdest du ins kalte Wasser geworfen werden. Der Fluss des Lebens reißt dich erbarmungslos mit. Du merkst im Wasser es ist so tief, dass du nicht stehen kannst und du wirst wie ein dünner Ast im Wasser einfach mit der Strömung mitgerissen.

Du fühlst dich hilflos, verzweifelt und ohnmächtig. Im Überlebensmodus. Überall Wasser um dich herum… Du willst da raus… wieder ans sichere Ufer. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren! 

Und dann findest du auf einmal tatsächlich einen Halt, einen Rettungsring, an dem du dich festhalten kannst. Von selbst oder jemand wirft ihn dir zu.

Ok – das klingt jetzt vielleicht dramatisch. Aber vielleicht erkennst du dich in dieser bildhaften Beschreibung auch ein Stück weit wieder.

🤫 Psst… Du hörst lieber, als dass du liest? Diesen Blogbeitrag mit 10 Strategien im Umgang mit Trauer, Veränderung und Krisen gibt es auch als Podcastfolge bzw. 2 Podcastfolgen.

Damals in der 4. Klasse…

Als ich in der Grundschule in der 4. Klasse war, sollten wir für die Klassenzeitung aufschreiben, was unsere Hobbys sind. Ich war damals begeisterter Tennisspieler, habe Akkordeon gespielt und war im DLRG – also ich bin jede Woche geschwommen und hab dann stolz geschrieben: “Ich habe das Juniorretter-Abzeichen gemacht. Jetzt kann ich Menschen das Leben retten.” 👨🏻‍🚒

Als ich diesen Beitrag vor einigen Monaten in meinem Kinderzimmer zuhause wiedergefunden habe, hat mich das sehr berührt. Ich habe auf diese Worte von damals auch mit einer ganz anderen „Brille“ geschaut. Die Worte hatten auf einer tieferen Ebene plötzlich noch eine andere Bedeutung für mich.

Denn dieser Beitrag ist heute auf seelischer Ebene vielleicht so etwas wie ein Rettungsring, eine Rettungsboje, die ich dir mit Worten in das Wasser des Gefühlschaos und des inneren Gedankenstrudels werfe – in Zeiten der Trauer, Veränderung und Krisen.

Kennst du die 4 „Vs“?

Also wenn du dich wie eingangs beschrieben gerade kalt erwischt vom Fluss des Lebens mitgerissen fühlst, dann bekommst du mit diesem Artikel eine Art Glossar an die Hand, eine Sammlung von meinen besten Tipps & Strategien im Umgang mit Verlusten, Verletzlichkeit, Veränderung und Vergänglichkeit. Ich sage dazu einmal die 4 „Vs“. 🧐

Über die 4 „Vs“ reden wir nicht so gerne. So ein bisschen wie bei Harry Potter… Nämlich V…. Na du weißt schon wer 😉

Doch wenn wir ehrlich sind: Verlust, Verletzlichkeit, Veränderung und Vergänglichkeit begegnen uns immer wieder im Leben. Zum Beispiel…

  • bei einer Trennung in der Beziehung (Trennung, Scheidung der Eltern),
  • du beginnst einen neuen Job (Kündigung, Jobwechsel),
  • du ziehst in eine ander Stadt (Umzug),
  • du bist krank, fühlst dich schwach und verletzlich
  • oder du trauerst um den Tod eines geliebten Menschen oder eines Tieres.

Ich glaube insgeheim wissen wir das alle. Dennoch verdrängen wir es gerne und trauen uns oft nicht, darüber zu reden.

Warum ist das so?

Ich glaube es liegt vor allem an einem: diese 4 „Vs“ machen uns Angst. Vielleicht kennst du auch die Angst vor Neuem. Die Angst jemanden zu verlieren. Die Angst vor dem Tod oder die Angst, du selbst zu sein, dich authentisch und somit auch mal verletzlich zu zeigen?

Und ich glaube auch, dass diese 4 „Vs“ mit vielen Bewertungen und Beurteilungen in unserer Gesellschaft behaftet sind (wenn du ehrlich bist, vielleicht auch in dir selbst?), so dass wir nicht so offen damit umgehen (können).

10 Rettungsringe für dich im Umgang mit den 4 „Vs“

Doch ich möchte dir heute 10 Rettungsringe verbal rüberwerfen, die dir helfen können, bewusster und gelassener mit Verlusten, Verletzlichkeit, Veränderung und Vergänglichkeit umzugehen.

Nr. 1 – Sei im Hier und Jetzt 

Wir haben immer Angst VOR etwas, aber nicht Angst IN etwas. Angst VOR etwas kann uns zum Erstarren bringen. Wir sind dann sprachlos oder hilflos, haben das Gefühl nichts tun zu können und sind dem Strudel der Umstände und Gefühle in uns ausgeliefert.

Wie schaffst du es also handlungsfähig zu bleiben und in die Selbstwirksamkeit zu kommen?

In dem du im HIER und JETZT ankommst.

  • Hier und jetzt kannst du ein Glas Wasser trinken.
  • Hier und Jetzt kannst du in die Hände Klatschen.
  • Hier und Jetzt kannst du einen tiefen Atemzug nehmen. 

Im HIER und JETZT bist du handlungsfähig und kannst wahrnehmen, was JETZT real ist. Und du kannst deinen Zustand bewusst verändern. Raus aus der Blockade, rein in die Bewegung. Raus aus dem Kopf, rein in den Körper. Raus aus den Gedanken, rein in die Atmung. 

Wenn du da tiefer einsteigen magst und deine Körperwahrnehmung trainieren magst, hör gerne mal in die Folge #016 meines Podcasts rein. Hier findest du eine geführte Mentalübung, die dir hilft, deine Körperwahrnehmung zu trainieren und im HIER und JETZT anzukommen.

Nr. 2 – Erlaube dir Zeit für Stille

Mach dir bewusst: Du bist nicht deine Gedanken. Und du bist nicht deine Gefühle. Gedanken und Gefühle kommen. Gedanken und Gefühle gehen. Und alles, was kommt und geht, ist nicht von Dauer. Doch deine wahre Essenz, deine Seele, dein Higher Self, dein inneres Energiewesen, ist so viel mehr. Du bist so viel mehr als dein Körper! 

Doch häufig identifizieren wir uns nur über den Körper, die ÄUSSEREN Sinne. In der Stille wecken wir die INNEREN Sinne und verbinden uns mit unserer wahren Essenz. 

Ok. Stille kann auch sehr laut und schmerzhaft sein. Und zwar dann, wenn sich dein Gedanken-Karussell dreht und dreht. Und wenn unangenehme Gefühle hochkommen, wie Traurigkeit, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Wut.

Auch wenn wir es nicht haben wollen: Es darf sein. Stay with it! Sei damit – nimm es an und gehe nicht in den Widerstand. Erlaube dir zu lauschen:

  • Woher kommt der Gedanke?
  • Woher kommt dieses Gefühl?
  • Hat dieser Gedanke wirklich eine Berechtigung?

Du musst nicht direkt 10 Minuten meditieren, um die Kraft der Stille zu erfahren. Wenn du merkst, du bist durch den Wind oder fühlst dich von negativen Gedankenkreisen oder dem Ausmalen von Worst-Case-Szenarien übermannt. Dann erlaube dir Inseln des Innehaltens im Alltag, wo du deine Gedanken beobachtest und hinterfragst: Woher kommt dieser Gedanke? Und ist er berechtigt?

Erlaube dir Zeit für Stille, um dich mit dem Anteil in dir zu verbinden, der größer ist als das, was du denkst zu sein.

Nr. 3 – Verändere deinen Fokus

Leben ist Wandel. Leben ist Rhythmus. Wie in der Natur – Ebbe und Flut, die Jahreszeiten oder der Wechsel von Traurigkeit und Fröhlichkeit, von Sicherheit und Unsicherheit, von Angst und Zuversicht. Doch du bist diesem Rhythmus nicht ausgeliefert.

Es liegt in deiner Macht zu entscheiden, worauf du deinen dominanten Fokus richtest.

Gerade, wenn du scheinbar am Boden bist und es so aussieht, als ob hinter den Wolken nie mehr die Sonne zum Vorschein kommt. Doch auch hinter den dicksten grauen Wolken ist die Sonne immer da. 

In Folge #055 meines Podcasts weihe ich dich ein in das Geheimnis der geistigen Alchemie. Wenn du mehr erfahren möchtest, wie du deinen geistigen Fokus bewusst verändern und dein Leben auch in Zeiten des Wandels bewusst gestalten kannst, dann hör dir am besten die Folge #055 an.

Nr. 4 – Drück aus, was dich bewegt

Sprache ist ein wunderbares Ventil, um aufgestaute Energien in den Fluss zu bringen. Gerade im Umgang mit Verlusten und Veränderung hilft es auszudrücken, was dich bewegt. 

Sprache schließt für mich ein: 

  • zum einen das Aussprechen, das Verbalisieren – z. B. im Gespräch mit einer Person deines Vertrauens, einem Trauerbegleiter, Coach oder Therapeuten
  • zum anderen das Aufschreiben – z. B. als Brief oder Tagebuch

In Gesprächen als Redner mit Angehörigen im Trauerfall und in der Trauerbegleitung erlebe ich immer wieder, wie gut es Menschen tut, in einem geschützten Raum über das zu sprechen, was sie bewegt. Und dabei auch neue Perspektiven zu erhalten, die aufbauende Dynamiken in Gang bringen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum es wichtig ist, auszudrücken, was dich bewegt und wie du deiner verletzlichen Seite Gehör verschaffst, dann lies dir den Blogartikel dazu durch oder hör dir die Folge #049 meines Podcasts an. In der Folge gebe ich dir zwei Werkzeuge & Tools an die Hand, die dir in der Trauerverarbeitung helfen können, Bewegung in deine Gefühle und blockierte Energien in den Fluss zu bringen.

Außerdem habe ich einen Video-Kurs aufgenommen, in dem du lernst, wie du mit einem persönlichen Briefritual bewusst Abschied nehmen und deine Gefühle ausdrücken kannst. Klick auf den Link und finde heraus wie du merkst, dass du ein persönliches Trauerritual durchführen darfst:

Nr. 5 – Gehe DEINEN Weg

Im Umgang mit Verlusten, Veränderung, Verletzlichkeit und Vergänglichkeit gibt es nicht DEN EINEN Weg. Was ich dir hier erzähle, sind meine Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema. Du kannst daraus das nehmen, was sich für DICH wahr und stimmig anfühlt.

Letztendlich gibt es für dich nur DEINEN persönlichen Weg durch die Trauer, Veränderung und Krise. DEINEN persönlichen Weg zur Entfaltung, mit allen Facetten – stark und verletzlich – die dich einzigartig machen.

Daher mein Tipp: Vergleiche dich nicht! Du darfst deine eigene Meisterschaft im Leben finden. Hier geht es nicht ums Gewinnen oder Verlieren. Sondern, darum, dass du dir selbst treu bist und zu dir stehst. Auch wenn, das bedeutet, dass es anderen nicht passt oder sie enttäuscht sind. 

Du musst jetzt noch nicht alles wissen, wie es weiter geht, wo du in 5 Jahren stehst. Du hast alles in dir, was es JETZT braucht, um durch dieses Tal zu gehen, diese Brücke zu überqueren oder diesen Gipfel zu erklimmen: 

  • Überlege: Was ist JETZT der NÄCHSTE Schritt für DICH? 

Wenn du diese Tipps und Rettungsringe jetzt hörst, dann versuche bitte nicht alle auf einmal in dein Leben zu integrieren. Wenn du dir heute nur EINE Sache davon zu Herzen nimmst und damit startest, dann bist du schon einen großen Schritt weiter gegangen auf DEINEM Weg.

Also gehe DEINEN Weg und überlege: Was ist JETZT DEIN NÄCHSTER Schritt in der Umsetzung? 

Nr. 6 – Was, wenn es gelingt?

Wie bei Rettungsring Nr. 1 erwähnt, haben wir Angst VOR etwas. Das heißt wir malen uns dann aus, was alles schreckliches passieren könnte.

Oh, ich finde nie mehr einen richtigen Partner! Oh, ich werde so einsam sein! Oh, ich werde mich blamieren, was sollen die anderen von mir denken! Oh, es wird nie mehr so sein wie früher! Oh, was wenn ich das nicht schaffe, das ist ne Nummer zu groß für mich!

Und so weiter und so fort. Vielleicht hast du dich in dem ein oder anderen Szenario wiedererkannt.

Ich ertappe mich selbst auch immer wieder dabei, dass ich mir weiß Gott was ausmale, was passieren könnte. Ja, KÖNNTE – ich weiß es ja nicht, es ist alles nur in meinem Kopf und NICHT REAL.

Und ich habe mir dann überlegt: Wenn ich mir einreden kann, es funktioniert nicht, dann kann ich es doch auch umgekehrt machen und sagen: JA, es funktioniert! Was, wenn alles gelingt?

Was, wenn bei dir alles anders ist? Was, wenn du den Stein ins Rollen bringst? Was, wenn du inneren Frieden findest?

Zur Energie des Gelingens habe ich auch eine eigene Podcastfolge aufgenommen. Wenn du merkst, da kommt die Angst vor Neuem, vor der Veränderung wieder hoch, dann hör mal in die Podcastfolge #028 rein

Und frage dich: Was, wenn alles gelingt?

Nr. 7 – Hab den Mut, dich verletzlich zu zeigen

Was heißt eigentlich, sich verletzlich zu zeigen? Dazu habe ich mal eine Umfrage in deiner Instagram Story gemacht zu der Frage: “Was bedeutet verletzlich zeigen in Beziehungen für dich?

Die Ergebnisse der Umfrage haben mich sehr berührt und ich möchte einige Antworten hier mit dir teilen. 

Verletzlich zeigen heißt für mich,

  • Vertrauen
  • Zuhören, auch mal Stille aushalten 
  • Geben ohne eine Gegenleistung oder ein DANKE zu erwarten
  • auch “unerwünschte” Gefühle vor anderen zu zeigen
  • verzeihen
  • aussprechen, was mir auf dem Herzen liegt
  • zu Fehlern stehen
  • Mut, ich selbst zu bleiben

Ich lade dich an der Stelle ein, dir selbst einmal zu überlegen, wie deine Antwort ausfällt. Was heißt verletzlich zeigen für dich?

Ich gebe zu: mir fällt das auch nicht immer leicht. Doch schon deutlich leichter als früher. Und dabei habe ich etwas erstaunliches festgestellt:

Wenn ich mich verletzlich zeige, erlaube ich anderen, sich auch verletzlich zu zeigen. So entsteht auf einmal eine ganz andere Nähe in der Beziehung, ein viel ehrlicheres und authentisches Miteinander als zuvor. 

Vielleicht ist das auch eine Motivation für dich, um aus der Abschottung, Angst und Sprachlosigkeit rauszukommen. Und zwar, dass du auf diese Weise ein Leuchtturm sein kannst, jemand, der anderen den Weg leuchtet, dadurch, dass du den Mut hast, über deinen Schatten zu springen und dich verletzlich zeigst.   

Du merkst, dieser Artikel ist gespickt mit Tipps & Tools. 🛠 Doch sei beruhigt: Es geht nicht darum alles perfekt umzusetzen. Und vielleicht hast du auch deine ganz eigenen Strategien und Rettungsringe, die dir helfen, leichter und gelassener mit Veränderungen und Verlusten umzugehen und bereits Wege gefunden, dich verletzlich zu zeigen. Die Wahrheit liegt immer in DIR! Alle Ressourcen, die du brauchst, sind bereits in dir. Vielleicht helfen diese Zeilen dir einfach beim Erinnern.

Nr. 8 – Stärke deinen Selbstwert

In der Folge #47 meines Podcasts habe ich eine ganze Folge diesem Thema gewidmet, wie du mit starkem Selbstwert durch Trauer und Krisen gehst. Der entscheidende Punkt ist nach meiner Erfahrung, dass du dir bewusst machst, worauf du deinen Selbstwert baust. 

Stell dir das so vor wie das Fundament beim Hausbau. Worauf baust du dein Lebenshaus, deine Identität primär auf?

Sind es:

  • 1. vor allem deine Errungenschaften, Erfolge und Ergebnisse im außen?
  • 2. sind es deine soziale Beziehungen, dein Netzwerk?
  • oder ziehst du deinen Selbstwert 3. aus der tiefen Verbindung zu deinem Inneren, deiner Seele, deiner wahren Essenz. 

Wenn du darin tiefer eintauchen möchtest, dann lege ich dir die Folge #047 wärmstens ans Herz. Hier gehe ich Schritt für Schritt darauf ein, wie du deinen Selbstwert stärkst, um stabiler durch Zeiten der Trauer und Krisen zu gehen. Mit einem Selbstwert, der auf der Verbindung zu deinem Innern gründet, fällt es dir auch leichter, dich verletzlich zu zeigen, Macken und Fehler zu verzeihen – bei dir und bei anderen. Und es fällt dir auch leichter, die Vergänglichkeit der körperlichen Hülle, der Errungenschaften und Beziehungen im Außen anzunehmen.

Nr. 9 – Finde raus, wofür du dankbar bist

Dankbarkeit ist eines der mächtigsten Tools, die ich kenne, um in kürzester Zeit deine Realität zu ändern und vom Mangelbewusstsein in das Füllebewusstsein zu kommen. Alleine dadurch, dass du deinen Fokus änderst und so deine Schwingung anhebst. 

Vielleicht hast du schon den folgenden Satz gehört: “Where focus goes, energy flows.” Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, dahin fließt Energie.

Und gemäß dem Gesetz der Anziehung zieht Gleiches immer Gleiches an. Das heißt, wenn du Dankbarkeit säst, wirst du auch immer mehr Dinge in deinem Leben anziehen, für die du dankbar sein kannst. Vielleicht nicht in der Form, wie du es erwartest. Doch erinnere dich: Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.

Daher lade ich dich ein: Auch wenn du das Gefühl hast, in den Stürmen des Lebens auf hoher See zu versinken, und dir scheinbar alles aus den Fingern gleitet, dann frage dich:

  • Ist das wirklich so?
  • Ist wirklich ALLES schlecht, trist und traurig in meinem Leben?
  • Oder kann es sein, dass es zugegebenermaßen in einem Lebensbereich gerade nicht läuft, aber es sonst auch Bereiche gibt, in denen du in der Spur bist?

Frage dich:

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Wofür kann ich aus tiefstem Herzen Dankbarkeit empfinden – egal, was im Außen passiert?

Zum Beispiel:

  • Ich bin dankbar für mein Geschenk Leben.
  • Ich bin dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bett habe.
  • Ich bin dankbar, dass ich genug zu essen und zu trinken habe.
  • Ich bin dankbar für jeden Atemzug.
  • Ich bin dankbar, dass ich an jedem Morgen wieder ein neuer Tag auf mich wartet… und und und.

Ich lade dich ein: Auch wenn gerade scheinbar alles den Bach runter geht: Feier das, was GUT läuft. Feier das, was dir gelingt, anstatt zu viel Energie dafür zu verschwenden, dich über Dinge aufzuregen, die du nicht ändern kannst und den Fokus auf dem zu behalten, was fehlt.

Es ist deine Entscheidung. Wofür bist du heute dankbar?

Ich habe in dem Zusammenhang sehr gute Erfahrungen gemacht mit einem Tagebuch oder Dankbarkeitsjournal. Ich notiere mir jeden Abend vor dem Schlafen gehen 3 Dinge, für die ich heute dankbar bin. Das wichtige ist, dass du das auch fühlst, was du da schreibst. Also nimm dir dafür gerne die Zeit und beobachte, wie sich dein Fokus und damit deine Realität Schritt für Schritt verändert.

Nr. 10 – Tue dir selbst etwas Gutes

Der letzte Rettungsring ist ein Tipp, der dir helfen kann, wieder mehr Freude am Leben zu finden. Wenn du mit ungeplanten Veränderungen und Verlusten im Leben konfrontiert wirst, kann sich auch eine Gleichgültigkeit einschleichen oder immer mal wieder eine stille Verzweiflung hochkommen. So nach dem Motto: “Es hat doch eh keinen Sinn. Was soll ich schon tun?

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, hilft es dir zu überlegen:

  • Was tut mir gut?
  • Was macht mir Freude?
  • Oder was hat mir FRÜHER gut getan in einer ähnlichen Situation?

Wenn du schon einmal einschneidende Veränderungen erfahren hast oder nach einem Verlust durch den Trauerprozess gegangen bist, dann bist du damals ja auch irgendwie mit dem Erlebten fertig geworden. Sonst wärst du ja heute nicht hier!

Und das, was dir früher geholfen hat, ist in deinem System abgespeichert. Das heißt, wenn du dich z. B. wieder daran erinnerst “Ah, früher hat mir Sport gut getan“ oder „mir hat gut getan zu musizieren, zu malen oder zu tanzen” – dann kannst du daran jetzt auch wieder anknüpfen.

Daher lade ich dich ein zu überlegen: Was tut mir gut? Was tue ich mir HEUTE noch Gutes?

Fazit

Ja, das waren meine 10 Rettungsringe bzw. Strategien für den Umgang mit den 4 „Vs“ – Verlusten, Veränderung, Verletzlichkeit und Vergänglichkeit.

Nochmal zusammengefasst:

  1. Sei im Hier und Jetzt
  2. Erlaube dir Zeit für Stille
  3. Verändere deinen Fokus
  4. Drück aus, was dich bewegt
  5. Gehe DEINEN Weg
  6. Was, wenn alles gelingt?
  7. Hab den Mut, dich verletzlich zu zeigen
  8. Stärke deinen Selbstwert
  9. Finde raus, wofür du dankbar bist
  10. Tue dir selbst etwas Gutes

Puh, das war ein umfangreicher Beitrag mit viel Input. 🤯 Lass diese Impulse mal in deinem System sacken. Wie bei einer Schneekugel. ❄️ Da wurden gerade einige Flocken aufgewirbelt, die sich jetzt erstmal setzen dürfen. 

Und dann schau für dich:

  • Womit startest du?
  • Was brauchst du JETZT?
  • Welchen Rettungsring greifst du dir als Erstes?

Wenn du dich dabei alleine schwer tust und dir Unterstützung wünschst, dann schreib mir und wir finden gemeinsam heraus, was deine nächsten Schritte sein können.

Mich interessieren auch deine Gedanken zu diesem Beitrag in den Kommentaren. Schreib mir gerne, was deine wertvollste Erkenntnis in diesem Artikel war und worüber du noch mehr erfahren möchtest.

Und wenn dir dieser Impuls gefallen hat, dann freue ich mich, wenn du diesen Beitrag auch mit anderen Menschen in deinem Umfeld teilst, die gerade im Strudel des Lebens “schwimmen” und einen Rettungsring gut gebrauchen könnten.

Danke, dass du hier bist und bis zum nächsten Mal.

Dein Friedrich